Die Zeitungsgeschichte der Kreisstadt Heppenheim ist geprägt von den beiden Titeln „Verordnungs- und Anzeigenblatt“ (1858 bis 1936) und „Südhessische Post“ (ab 1948). Sie spiegeln nicht nur das Auf und Ab deutscher Geschichte, sondern auch die politischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten eines Unternehmens wider.
Der Heppenheimer Bürger Georg Allendorf eröffnete am 18. Oktober 1858 eine Druckerei. Nach vielen Bemühungen war es ihm gelungen, eine Genehmigung zur Herausgabe für ein „Unterhaltungs- und Anzeigenblatt“ zu erhalten.
Später wurde ihm erlaubt, auch Bekanntmachungen zu veröffentlichen. Der Anfang war ein kleines, vierseitiges „Blättchen“, das zwei Mal in der Woche erschien, dann den Titel wechselte und als „Verordnungs- und Anzeigenblatt für den Kreis Heppenheim“ drei Mal wöchentlich herauskam.
Später wurde es zu einer täglich erscheinenden Zeitung, die im Laufe der Zeit an Format und Umfang zunahm, über wichtige Ereignisse berichtete und sie auch kommentierte. Die amtlichen Bekanntmachungen – eine Grundlage für die Entstehung und Existenz der Zeitung – wurden beibehalten. Am 1. Januar 1898 übernahm Allendorfs Schwiegersohn Gustav Otto die Geschäftsleitung der Druckerei.
Diese Phase dauerte bis 1936. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Zeitung von den nationalsozialistischen Machthabern gezwungen, wegen „weltanschaulicher Unzulänglichkeit“ ihr Erscheinen einzustellen. 1945 erschien das „Verordnungs- und Anzeigenblatt“ als Amtsblatt in kleinerem Format wieder.
Als der Lizenzzwang für die Tageszeitungen fiel wurde am 23. Juli 1949 aus dem Blatt mit dem jahrzehnte alten Titel die „Südhessische Post“. Im Kopf darunter erinnerte sie in kleinerer Schrift an die Tradition des Hauses, hieß es hier doch immer noch „Verordnungs- und Anzeigenblatt für den Landkreis Bergstraße“.
Beide Titel sagten aus, in welchem Gebiet die Zeitung verbreitet war und dass sie der Heimat und dem Leser auf vielen publizistischen Sektoren dienen wollte. Als „Südhessische Post“ - oder kurz "Süpo" - wurde die Lokalzeitung zum Begriff. Herausgeberinnen der im Verlag Buchdruckerei Otto KG erscheinenden Zeitung waren Klara Otto und Elisabeth Bucher, die Töchter von Gustav Otto.
Im Jahr 1985 erwarb die Darmstädter Echo Verlag und Druckerei GmbH eine Beteiligung. Gustav Bucher, Sohn von Elisabeth Bucher, blieb in der Geschäftsführung. Die Redaktion wurde in die des Darmstädter Echo integriert. 1999 übernahm das Darmstädter Echo die „Südhessische Post“ dann zu hundert Prozent. Geschäftsführerin blieb in einer Übergangsphase Gustav Buchers Tochter Ulrike.
Am 2. Februar 2002 wechselten alle fünf Tageszeitungen im Verlag Darmstädter Echo ihr Erscheinungsbild und machten auch im Titel die Zugehörigkeit zu einem Medienhaus deutlich. So wurde aus der "Südhessischen Post" das "Starkenburger Echo". Auch im neuen Namen wird der regionale Bezug deutlich, ist doch die Starkenburg auf dem Schlossberg bei Heppenheim Symbol der Kreisstadt und der Region.
Im Internet ist das Starkenburger Echo unter www.echo-online.de vertreten.
Echo Zeitungen
GmbH, Holzhofallee 25-31, 64295 Darmstadt
Anzeigen und Vertrieb Telefon: 06151 / 387-387, Fax:06151 / 387-448, E-Mail:
kontakt@echo-online.de